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Zurück zu Hause: Nach 24 Stunden Flug bzw. Schlafversuchen in den (un)bequemen Liegestühlen am Flughafen Dubai freuen wir uns, endlich wieder frische Klamotten und eine Mütze voll Schlaf im eigenen Bett nehmen zu können. Und nun hat uns der Alltag wieder. Es war eine tolle Tour, mit vielen einmaligen Begegnungen, tollen Landschaften und unvergesslichen Konzerten.
Dies war nun vorerst der letzte Eintrag. Doch die nächste Tour kommt bestimmt! Wir freuen uns darauf. Auf bald wieder, mit Ihnen und Euch!
Euer
BJO-Team
Unsere ersten freien und gleichzeitig die letzten beiden Tage in Südafrika waren leider mit Regen und stürmischen Winden geprägt. Nichts desto trotz ging es vorgestern morgen zum Cape Point. Nach 2 Stunden Busfahrt hatte es zum Glück auch etwas aufgeklart, so dass Cape Point im Trockenen erklommen werden konnte. Von dort aus ging es 45 Minuten zu Fuß über mehr oder weniger stark gesicherte Wege entlang der Klippen zum Kap der guten Hoffnung. Die Landschaft ist unbeschreiblich und die rauhe See verstärkte diese einzigartige Stimmung, dort wo die zwei Weltmeere zusammenfließen, noch mehr.
Durchnässt, es hatte zwischendurch wieder angefangen zu regnen, und mit Zwischenstopp in einem winzigen Fish&Chips Laden in einem ebenso winzigen Fischerdörfchen, ging es zum Morgenhof Weingut. Das Gut ist im 17. Jahrhundert erbaut worden und befindet sich seit ein paar Jahren im Besitz von Ann Cointreau. Die Wartezeit aufs Essen wurde mit zwei Tango-Sätzen von unseren vier Fagott-Jungs und dem leckeren Hauswein verkürzt. Geplättet kamen wir abends im Hotel an und obwohl es der letzte Abend war, waren schon bald die meisten Lampen ausgeschaltet.
Gestern morgen haben sich dann ein paar Tapfere früh um 8 aus dem Bett geschält um zum Tafelberg zu fahren…aber aufgrund der schlechten Wetterverhätnisse sind die Gondeln nicht gefahren. So konnte man so wenigstens das reichhaltige Frühstück genießen.
Noch die letzten Mitbringsel konnten wir dann an der Waterfront kaufen. Auf die Pizza zum Mittagessen mussten wir leider teilweise so lange warten, dass wir sie als Takeaway auf dem Weg zum Flughafen im Bus essen mussten.
Am Flughafen dann für zwei Orchestermitglieder der Schock…”Wo sind unsere Koffer? Wir haben sie doch im Hotel dem Kofferjungen gegeben und der sollte sie in den Bus stellen.” Ein Anruf im Hotel machte klar, dass sie sich dort immer noch befanden. Das Nachsenden per Taxi funktionierte, kostete allerdings auch 330 Rand.
Nun sitzten wir alle wieder in Dubai und warten auf den Anschlussflieger.
So, nun ein bisschen mehr zu gestern.
Also frueh morgens ging es los nach Kapstadt. Die lange Fahrt war zum Glueck mit atemberaubender Landschaft bestueckt. Der erste Stopp entlang der Garden Route war an einer grossen Schlucht, die ein beliebtes Motiv fuer Postkarten darstellt. Eine laengere Mittagspause gab es dann in Krysna. Hier hatten wir gehofft sowohl schwimmen gehen zu koennen als auch Wale zu sehen…leider gab es ausser Touristenlaeden und lange Wartezeiten beim Essen nicht viel mehr. Auf der Fahrt gab es dann noch ein fast Unfall mit einem Stachelschwein und ein paar Affen kreuzten gemuetlich die Strassen. Nicht zu vergessen der wundervolle Blick bei Nacht auf Kapstadt.
Erschoepft kamen wir dann gegen halb zehn im Hotel an. Fast alle Zimmer haben einen super Blick aufs Meer oder den Tafelberg. Dieser hat sich aber leider heute den ganzen Tag hinter dicken Wolken versteckt.
Ausgeschlafen und durch ein ueppiges Fruehstueck gesaettigt, sind wir bereits um 12:15 zum Konzertsaal aufgebrochen. Entlang dem halb fertigen Fussballstadion ging es zur City Hall, in der unser wundervolles, mit Satnding ovation gekroentes Abschlusskonzert statt gefande. Waehrend der ersten Haelfte dann gefuehlte 15 Minuten Panik bei der Stage Crew. Es fuhr ein Truck vor, der genauso altersschwach aussah, wie der Fahrer komisch. “Da passen nie im Leben alle Cases herein, geschweige denn wuerden die Instrumente in Jo’burg heil ankommen”. Aber alles nur falscher Alarm. Der Truck war nur fuer die Notenstaender und Stuehle auf der Buehne. Die zwei Trucks fuer uns kamen dann spaeter und sind jetzt bereits auf dem Weg nach Jo’burg von wo aus sie den Weg nach Deutschland antreten.
Die Chorempore wurde anschliessend zum lauten und lustigen Gruppenfoto genutzt. Beim Empfang konnten wir uns u.a. bei unserem Solisten Caspar Frantz mit einem kleinen Playmobil-Klavier bedanken.
Zurueck im Hotel geniessen wir jetz noch die gute Laune vom letzten Konzert und ab morgen gibt es dann das reine Touri-Programm mit Cape Point und Weingut.
Wir sind gerade nach mega langer Fahrt durch atemberaubende Landschaft in Kapstadt angekommen.
Wir sind alle geschlaucht und gut gesaettigt, nach einem hervoragenden Buffet in unserem Hotel.
Morgen dann mehr…..
Unter großem Jubel wurde die Abfahrt aus Bloemfontein um eine Stunde nach hinten verlegt. Eine Stunde länger Schlaf (oder am Vorabend eine Stunde länger wach…)! Acht Stunden Busfahrt durch karge, steppenartige Gebiete, verdorrtes Gras und verstreute Hügel mit einzelnen Büschen. Je weiter wir nach Süden kamen, desto grüner wurde das Land. Es taten sich wunderbare Täler auf, herrliche Blicke und grandiose Berge – wie kann man da im Bus Video gucken! Bei Sonnenuntergang erreichten wir weitläufige wilde Blumenfelder mit immer der gleichen roten, langstiliegen Blüte die durch die tiefen Sonnenstrahlen noch stärker leuchteten. Ankunft im Hotel mit Chaos beim Check-In (sind es jetzt zweier oder dreier Zimmer?). Am Ende war das Durcheinander perfekt und es musste ein Zimmer dazugebucht werden, damit zwei übriggebliebene BuJazzOs auch ein Bett bekamen. Essen im Steakhouse. Nach dem Mittags-Burger auf der Fahrt, nun auch noch einen Abend-Burger mit Pommes, verhungern werden wir hier nicht!
Einen Vormittag am Strand! Herrlich! Was war das für eine Freude, als der Morgen sonnendurchflutet durch die Hotelfenster winkte. Den Blick Richtung Süden: McDonalds, 6-spurige Straße, Palmen, Strand und … der Indische Ozean, soweit das Auge reicht.
Was muss das für ein Eindruck auf die Einheimischen gemacht haben: Am Ende des Winters stürmen 120 Jugendliche den Strand um sich im eiskalten Wasser (17 Grad) die Hände für das Konzert untauglich zu schwimmen. Die Erkenntnis aber: je länger man drin ist, desto wärmer wird es.
Abends gab es dann ein wunderbares Konzert in der alten Markthalle. Leider nicht besonder gut besucht, aber die, die dort waren gaben Standing Ovations! Caspar Frantz durfte das erste Mal eine Zugabe spielen - ah Bach! Spätestens da war es um das Publikum geschehen. Der deutsche Honorarkonsul bedankte sich sehr für das Konzert und viele andere Zuschauer sprachen uns später noch an. Alle waren begeistert.
Morgen dann geht es um 9 Uhr auf der berühmten Garden Route Richtung Kapstadt. Die letzte Land-Etappe dieser Tournee…
1. tanzende Soweto- Schüler bei JamSession
2. Besuch im Lion Park
Gestern vormittag besuchten wir die Moris Isiacson School. Diese liegt Mitten im bekannten Township Soweto und ist eine der Schulen, die von MIAGI gefördert wird. Hier wird derzeit nämlich eines, von hoffentlich weiteren, Musikzentren mit kleinem Konzertsaal und Übezimmern gebaut. Da es kein Musikunterricht an den Schulen gibt, sollen so die Schüler die Möglichkeit erhalten neben der schulischen Ausbildung auch ein Instrument zu erlernen.
In der fast fertig erbauten neuen Turnhalle kam es zum Austausch mit zahlreichen Schülern. Zunächst wurden wir herzlich vom Schulleiter begrüßt und anschließend haben unsere Jazzer ein bisschen gejamt. Dies kamen genauso gut an, wie das anschließende Cello-Quintett und die „Brass-Cats“. Die Schüler tanzten begeistert und entschlossen sich spontan auch etwas darzubieten. Fünf junge Männer, unterstützt durch Saxophonist Peter, sangen zwei afrikanische Lieder und rissen alle mit. Das durchweg afrischanische Mittagessen bot neben dem schon bekannten Pap (afrikanischer Maisbrei) auch Hühnchen, Pansen und Schweinefüße. Zum Glück vertrugen alle das Essen gut, so dass die sechs-stündige Busfahrt nach Blomfontein hauptsächlich zum Schlafen genutzt wurde. Untergebracht sind wir hier in einer wunderschönen Logde, auf deren weitläufigen Gelände auch Gazellen, Lamas und Giraffen herumlaufen. Nicht zu vergessen das Krokodil, das zum Glück aber hinter Gittern in seinem Teich liegt.
Vieles lief am heutigen Tag spontan. Bei der Vormittagsprobe heute kam es zu einer kleinen Improvisation mit ca. 50 Musikern (eigentlich sollten es 120 werden), die sich zuvor gespannt die Probe angehört haben. Zwei Stunden angereist waren die kleinen Musiker um die Gelegenheit zu nutzen gemeinsam musizieren zu können.
Zurück in der Lodge wurde die Zeit zwischen Mittagessen und Abfahrt zum Konzertsaal zur traditionellen Taufe der neunen Orchestermitglieder im kleinen Hotelpool genutzt. Der Workshop im Anschluss an die Anspielprobe zusammen mit Musikern des MIAGI Youth Orchestra fiel kleiner (die angekündigten Bläser sind nicht erschienen) und kürzer aus als gedacht.
Heute Abend beim Konzert wurde zum Abschluss zusammen mit 10 MIAGI Musikern das Stück „Jazz Fantasia“ vom afrikanischen Komponisten Nxumalo aufgeführt.
Heute Morgen stand die Qual der Wahl auf dem Programm. Entweder Pool, Fußball, Sonnenbaden oder Löwen-Safari. Gut die Hälfte entschied sich für das Löwen-Baby streicheln und Giraffen gucken. Hautnah an den Tieren, die man sonst nur aus Film und Fernsehen zu kennen meint, war echt ein Ereignis für sich.
Nach dem Mittagessen kam die Fahrt nach Johannesburg mit anschließender Anspielprobe und stärkendem Snack (dick Pommes, Sandwiches und Saft).
Logistisch wurde heute beim Konzert einiges geleistet. Nicht nur, dass die Bühne so voll war, dass der Besetzungswechsel nacheinander statt finden musste, weil sonst die Bühne platzen würde. Auch die Einlasskontrolle wurde mit der freundlichen Unterstützung von Peter und Damian verwirklicht.
Das Konzert war leider nicht so gut besucht wie sonst, aber der Applaus war ein sättigendes Vollkornbrot für die Künstler. Auch der anschließende Empfang, gesponsert von der Deutschen Botschaft und dem Goethe-Institut, konnte noch zum Austausch mit den Konzertbesuchern genutzt werden.
P.S.:
Pe grüßt seine liebeliebeliebe Mami und auch alle anderen Mütter sind hierdurch herzlichst gegrüßt!! (natürlich auch die Papis)
1. Bühneneingang Pretoria State Theater
2. Tänzer aus Limpopo
3. Lagerfeuer
4. Jamsession
Hungrig nach der langen Probe gestern wurden wir mit herrlichen gegrillten Würstchen und Hähnchenspießen empfangen. Nachdem wir uns dann den Bauch voll geschlagen hatten, gab es noch eine Überraschung, die Robert Brooks, der Gründer von MIAGI für uns organisiert hatte. Wir sahen eine beeindruckende ca. 30 minütige Tanzeinlage von 10 Männern aus Limpopo. Mit Trommeln, Pfeifen, Rasseln und ausgehöhlten Gazellenhörnern haben sie rhythmisch und in Sachen Kondition imponiert.
Anschließend gab es zum Einen ein gemütliches Beisammensein beim Lagerfeuer und zum Anderen wurde im Essensaal zusammen mit den afrikanischen Musikern bis tief in die Nacht gejamt.
6 Uhr morgens der Hahn kräht…aber wir konnten uns zum Glück alle noch einmal umdrehen um für unser erstes Konzert auch ausgeschlafen zu sein.
Auf Umwegen, unsere Busfahrer wollten uns erst nach Johannesburg fahren, kamen wir im Pretoria State Theater an. Das übliche Procedere von Anspielprobe und Mittagessen nahm seinen Lauf und um 15 Uhr hieß es dann „Auftritt zum Auftaktkonzert“. Das Programm war heute mit italienischen und amerikanischen Arien gespickt, die vom „Black Tie Ensemble“ gesungen wurden. Das Publikum war begeistert. Als Überraschungsgast trat noch nach der Pause eine argentinische Sängerin mit Klavierbegleiterin auf, die landestypische Lieder sang.
Nach dem Konzert fuhren die drei Busse mit den Super-Busfahrern Piet, John, und „Karl-Heinz“ uns wieder nach HeronBridge, unserer gemütlichen Herberge.